Die Wissenschaft hat festgestellt …
Foodwatch holt zum Rundumschlag aus: Zimtsterne sollen aus den Regalen der Supermärkte verschwinden! Der Grund? Die starke Cumarinbelastung der Zimtsterne soll Leberschäden und sogar Krebs verursachen können. Der erlaubte Grenzwert von 2mg Cumarin pro kg Lebensmittel sei bis zu 40fach überschritten worden, heißt es.
Nun könnte man hier wieder eine Schweinerei mit kontaminierten Lebensmitteln wittern - Cumarin, was hat das in Zimtsternen zu suchen? Die Wahrheit ist aber: Cumarin ist ein im Zimt natürlich vorkommender Aromastoff. Vor allem auch in Waldmeister und sogar dem gemeinen Gras vor unser aller Türen kommt Cumarin vor! Sind Zimt, Waldmeister, Gras, Kirschen, Erdbeeren und so weiter jetzt alle giftig? Eigentlich wird Zimt schon seit langem für seine wärmende, blutzuckersenkende, schmerzstillende und antibakterielle Wirkung geschätzt. War an dem Tierversuch an Hunden, der die leberschädigende und tumorbildende Wirkung zeigte, vielleicht etwas faul? Womöglich vertragen Hunde einfach kein reines Cumarin - naturbelassenes Zimt hat man ihnen erst gar nicht gegeben. Für Hunde sind ja auch Zwiebeln und Knoblauch giftig - beim Menschen jedoch hat man davon noch nichts bemerkt. Im Gegenteil, beides soll sehr gesund sein (Vampire sollten dennoch Vorsicht walten lassen).
Einige Diabetiker, die mit hochdosiertem Cumarin behandelt wurden, sollen zwar Leberbeschwerden bekommen haben, diese verschwanden aber nach Absetzung des Cumarins wieder. Und ob diese Leute mit Zimt oder mit reinem Cumarin behandelt wurden, bleibt wohl unserer Phantasie überlassen. Sicherlich aber wird man so viele Zimtsterne gar nicht essen können, dass man ähnliche Probleme bekäme. Ohnehin ist Zimt nur in der kalten Jahreszeit “in”. Übertriebene Panikmache also?













29.11.2006 am 09:37 Uhr
Ich nehme an, es ist wie immer: Die Dosis macht das Gift zum Gift. Mag ja sein, dass im Falle einer dauerhaften Inhalation von Cumarin bzw. Zimt Beschwerden auftreten können. Nicht ohne Grund wird in der Evaluation des Bundesinstituts für Risikobewertung von einem schlimmsten Fall ausgegangen:
“Die Expositionsberechnung ergibt, dass Kinder, die viel Zimt verzehren, ungünstigstenfalls den von der EFSA abgeleiteten TDI-Wert für Cumarin deutlich überschreiten (sogenanntes Worst-Case-Szenario, mit gleichzeitiger Berücksichtigung einer hohen Exposition über die Haut). Der TDI-Wert gibt die Menge eines Stoffes an, die täglich ein Leben lang ohne gesundheitliche
Schäden aufgenommen werden kann.”
Aber wer in Maßen genießt (und nicht in dem Zeug badet), der bleibt doch hoffentlich länger untot …
Wurde ähnliches nicht vor einiger Zeit auch über Chips herausgefunden (anderer Stoff, andere Schäden) - dem Konsum derselben tat dies offensichtlich keinen Abbruch.
Übrigens sind Hunde auch sehr anfällig für Schokloade bzw. den Kakao-Gehalt darin … also raus damit aus unseren Regalen ;)
09.12.2006 am 13:16 Uhr
ich backe dann mal weiter meine zimtstern. ;)
09.12.2006 am 15:18 Uhr
Schick uns dann auch ein paar davon :)